Tipps für ein leichteres Einleben
Dies hier ist interessant für alle Gastschüler, die für längere Zeit in Russland sind. Das Eine und Andere könnte aber auch jeden betreffen, der in Russland mit den Russen in Kontakt kommt.
Die folgende Auflistung soll dir helfen, dich leichter einzuleben. Sie ist das Produkt aus der Erfahrung mit der Arbeit mit Schülern und Gastfamilien des Jahresprogramms.
- Sei darauf vorbereitet, dass deine Erwartungen sich nicht 100%ig erfüllen, sei es im positiven oder im negativen. Die Gastfamilie, wie du sie aus dem Gastfamilien-Bewerbungsformular und Briefen zu kennen glaubst, kann anders sein, als du glaubst. Im Gegenzug ist das natürlich auch für die Gastfamilie zutreffend, denn sie hat ebenfalls Erwartungen an denjenigen, der zu ihnen kommt.
- Man kann sich nicht von einem auf den anderen Tag in den russischen Alltag einleben. Deine Anspannung wird wahrscheinlich sehr groß sein. Du brauchst dich nicht zu wundern, wenn du zu Beginn deines Aufenthaltes oft und sehr gestresst bist oder eine „Soll das alles sein, oder was?“-Einstellung hast. Das gibt sich wieder.
- Glaube nicht, dass alles was du auf Englisch sagst auch tatsächlich verstanden wurde, selbst wenn es so scheint. Sei darauf vorbereitet, Ausdrücke zu wiederholen oder sie zu umschreiben. Sprich langsam, nicht aber falsch oder lauter und vermeide es, dich zu umgangssprachlich auszudrücken. Körpersprache ist oft auch eine Lösung, die es dir erleichtert, Russisch zu lernen.
- Rege dich nicht auf bei Kommentaren, die als ausländerfeindlich oder vorurteilsbehaftet gedeutet werden können. Die Menschen haben häufig äußerst unrealistische Erwartungen an dich und dein Land. Du solltest so etwas nicht gleich als beleidigend werten, eher als Argument oder gar als Frage.
- Es muss dir nicht peinlich sein, Dinge wie Körperhygiene offen mit Familienmitgliedern zu besprechen. Schließlich ist dies die erste Adresse, um Probleme aus der Welt zu schaffen. Sie waren es ja auch, die beschlossen haben, dich in ihr Zuhause aufzunehmen, und sie sehen es mit Sicherheit als ihre Aufgabe, dir zur Seite zu stehen, als seist du ein Verwandter. Natürlich dauert es ein wenig länger, bis du tatsächlich zur Familie gehörst. Je offener du bist, desto schneller geht es.














































