Russland ist ein laizistischer Staat, d.h. es besteht Trennung zwischen Staat und Kirche. Das bedeutet für jeden Einzelnen, dass er frei wählen kann, welchem Glauben er angehört.
Ungefähr 50% der Bevölkerung gehört der Russisch-Orthodoxen Kirche an. Dennoch sind auch andere Religionen vertreten wie etwa der Islam (zu 15%), Katholizismus, Judentum, Buddhismus, Naturreligionen etc.
Durch ein in den neunziger Jahren erlassenes Gesetz erhielten die Orthodoxe Kirche und der Islam eine Sonderstellung vor dem Gesetz und Aktivitäten anderer Religionen wie z.B. Missionierung und Gemeindegründungen wurden erschwert.
Es lässt sich nicht übersehen, dass die Kirche in Russland in einer Renaissance begriffen ist. Von den Kommunisten requirierte Kirchen und Klöster werden der Kirche zurückgegeben und oft aufwändig saniert oder gar ganz neu aufgebaut.
Die Menschen in Russland entdecken mehr und mehr die Religion wieder, aber eher unter dem Aspekt der Tradition. Die wenigsten, meist alte Frauen, sind regelmäßig in der Kirche oder nehmen sonst wie am Gemeindeleben teil.













































