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Auch die
Bildung durchlebt in Russland zurzeit einige
Umstrukturierungen. Zurzeit der Sowjetunion galt ein Lehrplan für
das gesamte Land, alle Schulbücher waren einheitlich und der
Inhalt jeder Schulstunde vorgeschrieben. Mit dem Zusammenbruch des alten Systems haben viele Schulen begonnen, nach eigenem Lehrplan zu unterrichten. Viele neue Lehrbücher werden publiziert, auch neue Schulformen werden eingeführt, die Bildung wird zunehmend flexibler gestaltet. GRUNDSTRUKTUR Schule In Russland
besteht neun Jahre Schulpflicht, wobei man aber elf
Jahre auf der Schule bleiben kann. An jeder Schule gibt es je Jahrgang
etwa 30-100 Schüler. Schulen sind fast immer nur ein einziges
Gebäude. So begegnen sich laufend die siebenjährigen mit den
bereits älteren. Es besteht Halbtagsunterricht.
Die Klasse
muss, wenn der Lehrer den Raum betritt, aufstehen und darf
sich erst setzen, sobald sie dazu aufgefordert wird. Schuluniformen
sind
seit dem Ende der Sowjetunion nicht mehr Pflicht, dennoch wird sie von
einigen Schülern getragen, insbesondere an Feiertagen. Es gibt
Klassenarbeiten und zum Ende eines Schuljahres eine
mündliche Prüfung in jedem Fach. "Multiple-choice" -Tests
werden nie durchgeführt. Viele Lehrer aber sind während der
Klassenarbeiten den Schülern mehr als behilflich, da die Lehrer
selbst auch nach den Noten, die sie vergeben, beurteilt werden. Am Ende
der elfjährigen Schulzeit
stehen mündliche und schriftliche Prüfungen an, die zum
Reifezeugnis (аттестат
зрелости) führen. Dieses Zeugnis erlaubt ein
Studium an einer Fakultät, sei es ein Institut oder eine
Universität. Beide Institutionen sind stark verschult und bereiten
den Studenten gezielt auf einen Beruf aus. Um in eine Fakultät
aufgenommen zu werden, muss man eine Prüfung ablegen, die,
abhängig von Zulauf und Ruf, mal schwerer, mal leichter ist.
Uni
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