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SICHERHEIT
IM GASTLAND
Orte mit erhöhtem Risiko für ausländische Reisende sind allgemein: Flughäfen, Züge und Bahnhöfe, Märkte, Parkplätze und Nebenstraßen, Hotels, Restaurants, touristische Sehenswürdigkeiten. Wenn möglich, solltest du dich vom Bahnhof oder vom Flughafen abholen lassen. Wenn du ein Taxi nimmst, dann suche dir selber eins aus (sich nicht ein Taxi aufschwatzen lassen) und steige nicht bei zwei oder mehr Personen zu. Nimm täglich nicht mehr Geld mit, als du benötigst. Dann fällt es bei einem Überfall nicht so schwer, das Geld abzugeben. Du solltest niemals in der Öffentlichkeit Geld zählen oder in anderer Art und Weise gewollt oder ungewollt deine Wertsachen zur Schau stellen. Solltest du
eine ortskundige Person
deines Vertrauens kennen, so bitte diese, ihr von deinen
Unsicherheiten,
Erfahrungen und Plänen berichten zu dürfen und fragen Sie sie
nach ihrer Einschätzung. Dies vermindert die Gefahr unangenehmer
Erfahrungen und man lernt viel über das Gastland. Bahn: Im Zug gibt es drei verschiedene Klassen (sog. "Platzkarten" für Großraum-Liegewagen, "Coupé" für Vierer-Liegewagen, und "2/3-er Coupé" für Schlafwagen). Man sollte, wenn man auf Nummer Sicher gehen will, nicht allein fahren und nicht unbedingt im Großraum-Liegewagen (Diebstahlgefahr). Oft werden Züge von der Miliz begleitet. Auto: Vom Fahren im eigenen oder gemieteten Auto ist schon der rüden Fahrpraxis wegen abzuraten. Apropos: An Zebrastreifen wird in aller Regel nicht mal das Tempo verringert. Taxi:
Es gibt offizielle Taxis mit Taxametern,
die relativ gefahrlos zu benutzen sind und in größeren
Städten per Telefon bestellt werden können. In der Regel
wird mit dem
Fahrer nicht über den Preis verhandelt (zumindest nicht an
belebten
Stellen, da die Miliz sons aufmerksam werden könnte), sondern
lediglich das Ziel genannt. Die Höhe des Entgeltes sollte man
wissen oder fragen, ob eine gewisse Summe akzeptabel ist und
diese passend bereit haben und beim Aussteigen zahlen. Sei im Umgang mit Vertretern von Behörden (besonders mit Angehörigen der Miliz oder der Armee) immer zurückhaltend und höflich. Duze niemals einen Milizionär, werde nicht unhöflich oder gar frech. Du würdest mit Sicherheit den Kürzeren ziehen, auch wenn du einen ausländischen Pass hast. Breche niemals das Gesetz, die Gefängnisse sind in Russland sehr gefährlich und alles andere als gemütlich. Dies gilt auch für den Besitz vermeintlich "harmloser" Drogen. Für Besitz von Marijuana gibt es auch für Ausländer bis zu 7 Jahre Gefängnis. Hochprozentige Alkoholika dürfen nicht offen herumgetragen werden. Und: wer in kälteren Tagen stark betrunken von der Miliz aufgegriffen wird, muss die Nacht in einer sehr ungemütlichen Ausnüchterungsanstalt verbringen. Das ist übrigens nur zum Schutz vor dem Erfrieren und nicht zur Strafe. In größeren Städten musst du dich stets ausweisen können, die Miliz kontrolliert ständig stichprobenartig die Ausweispapiere. Achte darauf, dich spätestens drei Tage nach Ankunft in Russland mit deinem Pass in der lokalen Meldebehörde (ОВИР / OWIR) registrieren zu lassen! Weist dein Pass nicht den betreffenden Stempel auf, so wirst du möglicherweise mit auf die Wache genommen und/oder du musst ein hohes Bußgeld zahlen. Fotografieren "strategischer Objekte" (Bahnhöfe, Flughäfen, Brücken, öffentlicher Gebäude, militärischer Einrichtungen...) kann als Spionage ausgelegt werden und ist nach wie vor verboten. Als Tourist hat man damit aber eigentlich selten Probleme. Dennoch solltest du keine zwielichtigen Gestalten, Milizionäre oder Politiker fotografieren. Noch ein Tipp: Deponiere dein Geld nicht im Pass! Sobald ein Milizionär dies bemerkt, könntest du bald um einiges ärmer sein! Privatunterkünfte sollten von Ortskundigen gesucht werden, die die Sicherheit der einzelnen Stadtteile beurteilen können. Gemietete Wohnungen sollten gut verschließbar sein. Keinen Einblick in die Wohnung und auf mögliche Wertsachen geben. Das Anbringen von Namensschildern ist nicht üblich. In Rußland meldet man sich am Telefon nicht mit seinem Namen. Bei neuen Bekanntschaften in Lokalen und auf der Straße und auch bei Partnerschaften sollte man sehr vorsichtig sein. Besser neue Bekannte über Freunde kennenlernen. Man sollte sehr vorsichtig sein, wen man in die Wohnung mitnimmt oder wem man seine Adresse gibt. An Fremde lediglich die Telefonnummer weitergeben, weil man sonst nicht weiß, wer abends schon auf einen wartet. Auf Zetteln in Hotelfluren und anderswo bieten Damen bisweilen ihre Dienste an. Davon ist abzuraten, da es neben Krankheiten auch Diebstähle oder ungewollten Kontakt mit kriminellen Kreisen nach sich ziehen kann. Die Versorgung mit und der Gebrauch von Kondomen ist in Rußland noch nicht überall gewährleistet. Sicherer ist es, Kondome mitzunehmen. Es empfiehlt sich,
persönlich benötigte Medikamente in ausreichendem Umfang mitzunehmen. In Moskau
und St. Petersburg gibt es einige Kliniken, die westlichem Standard entsprechen.
Adressen sind bei der deutschen Botschaft und den Konsulaten erhältlich.
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